Direkt zum Hauptbereich

Wittenberg bis Potsdam

Gestern morgen kam der große Schreck: an einem unserer Fahrräder ist ein Teil durchgebrochen, und dadurch klappert das vordere Schutzblech. Da wir gerade vor kurzem einen Fall im Bekanntenkreis hatten, wo sich das Schutzblech schlimm verbogen und dies zu einem Sturz geführt hat sind wir da sehr alarmiert, und machen uns auf die Suche nach einer Werkstatt. Die findet sich glücklicherweise schnell, und das Rad ist in weniger als einer Stunde wieder zur Abfahrt bereit. Krise abgewendet und das Team bereit zur Weiterfahrt!
Wir sind dann ganze 73 km von Wittenberg nach Beelitz geradelt. Dabei ging es teilweise bei Nieselregen durch winzige, verträumte Ortschaften. Wie wir uns vorgenommen hatten machten wir heute öfter Rast, um uns bei der längeren Strecke nicht zu überfordern. So hatten wir einen Stop in Klein Marzehns, wo wir allerdings nur auf einer Bank vor der Kirche etwas getrunken und gegessen haben. Größer war die Pause dann etwa auf halber Strecke in Bad Belzig, wo wir in der Schänke der Burg Eisenhardt kurz einkehren. Hier wird gerade umfänglich renoviert, um die Burg in ein Hotel umzubauen, und wir können uns gut vorstellen wie schön das werden wird, wenn es fertig ist.
Der Weg geht danach weiter, durch schöne Waldstücke und entlang weiter Felder, bis die letzten Kilometer vor Beelitz dann hauptsächlich Radweg entlang der Bundesstraße sind. Wir erreichen unsere Pension, Ralf radelt weiter zum Wohnmobilplatz.
Am heutigen Morgen machen wir uns zuerst auf den Weg zu den Beelitz Heilstätten, wo es uns erlaubt war ein paar Flyer zu verteilen. Erst dachten wir das wird vielleicht nichts, aber schon bald merken wir, das die hier ankommenden Reisegruppen sehr offen für die Informationen sind. Wir kommen mit einigen ins Gespräch, und können schön Infos weitergeben. Nach nur einer Stunde ist unser geplantes Kontingent an Flyern für die Station aufgebraucht, und so schwingen wir uns wieder auf die Räder und machen uns auf den Weg nach Potsdam. Da geht ein großer Teil der Strecke an den malerischen Seen vorbei, und heute werden wir auch auf dem "königlichen Campingplatz" Sanssouci am Templiner See übernachten.









In Potsdam selbst stehen wir eine Zeitlang am Platz der Einheit und können auch hier nochmal den einen oder anderen Passanten erreichen. Inzwischen passiert es immer öfter das Leute zum Beispiel in Radio, Fernsehen und Zeitung schon gehört haben das Sepsis diesen Monat auf dem Programm steht. Ein Herr, der initial einen Flyer ablehnte, kam sogar kurze Zeit später wieder zurück und hatte es sich anders überlegt, weil ihm eingefallen war das er gerade vor Kurzem im Radio über Sepsis gehört hatte und das doch ein wichtiges Thema sei, also wollte er doch Informationen haben. Das hat uns natürlich sehr gefreut.

Nun lassen wir den Abend ausklingen, Grillen mit unserem Team am Campingplatz, und morgen geht es dann zur "Abschlussfeier" beim Aktionsbündnis Patientensicherheit in Berlin.
Kaum zu glauben das dann schon der letzte Tag ist!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Am Ziel

Wir sind in Berlin angekommen! Am morgen des 20. September haben wir uns in Potsdam für die letzte Etappe auf die Räder geschwungen. Wir haben die Stadt durchquert, den Wannsee passiert und sind entlang des Mauerwegs nach Berlin geradelt. Durch Eichenwälder und entlang Flusspromenaden erreichen wir Berlins Stadtbereich - und die vielen Baustellen, die die Fahrt erschweren. Nach mehreren Tagen in viel ruhigern Gegenden ist der Großstadt-Trubel in der Hauptstadt fast eine Überforderung. Aber zum Glück finden wir den Weg zum Büro des Aktionsbündnis Patientensicherheit ohne größere Verzögerung. Dort werden wir bereits vom Team erwartet, und herzlich willkommen geheißen. Es gibt Fotos, und dann eine wohlverdiente Stärkung, während wir auf die vergangene zwei Wochen zurückblicken. Wir lachen über einige der absurden Situationen, in denen wir uns fanden, und diskutieren auch die aktuelle Landdschaft zum Sepsis-Bewusstsein in Deutschland. Wir hoffen das unsere Aktion noch weiter prägen k...

Entspannte Route nach Lutherstadt-Wittenberg

Heute beim Frühstück trafen wir andere Radelnde, die seit einigen Etappen auf einem ähnlichen Weg sind wie wir. Sie sagten sie haben unsere Fähnchen schon öfter gesehen, und dieses Mal nahmen Sie dann auch Flyer mit um sich zu informieren. So starten wir den Tag schon positiv.  Der Weg aus Dessau führt durch malerische Landschaft an der Elbe entlang, mit verwunschen aussehenden Wäldern und schönen Parkanlagen. Obwohl die Strecke nur kurz ist machen wir eine kleine Pause bei Wörlitz - obwohl wir uns den Park heute nicht anschauen können, werden wir uns das für einen zukünftigen Besuch merken. Der Rest des Wegen geht dann an Deichen entlang, zwar etwas monoton, aber dadurch auch sehr entspannt.  In Lutherstadt Wittenberg stehen wir einige Zeit am Markplatz und können hier wieder mehr Leute erreichen. Sogar jüngere Menschen fühlen sich hier angesprochen und zeigen Interesse. Hier hatten wir auch ein Treffen mit der regionalen Zeitung, die über unsere Tour berichten wird.  De...

Halbzeit in Jena angekommen

Nach einer ruhigen Nacht starteten wir den Tag um 10 Uhr in Weimar auf dem Marktplatz.  Inmitten dem lebhaften Wochenmarkt an diesem Freitag morgen konnten wir doch einige  Passanten für das Thema interessieren bevor unsere Räder fast ausschließlich bergab nach Jena rollten. Sehr entspannend nach dem vielen auf und ab der letzten Tage.  Was soll ich sagen, auch heute gab es wieder etwas Regen wobei dabei gleichzeitig die Sonne schien. 🙃 In Jena angekommen wurden wir begeistert empfangen von dem Team des Center for Sepsis Control and Care und den Mitarbeitern der Uniklinik Jena. Das hat uns riesig gefreut. Es gab eine große Info Fläche und ein Glückrad mit Quizfragen zum Thema  Sepsis.  Vor allem junge Menschen ließen sich hier begeistern und haben dabei sicherlich einiges über Sepsis lernen können. Es hatten sich teilweise richtige Warteschlangen gebildet. Ein rundum schöner Nachmittag für uns wofür wir  dem ganzen engagierten Team dort danken, genau wie f...